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In Deutschland trinken ca. 16% der Bevölkerung zwischen 18 und 59 Jahren über ihre Gefährdungsgrenze (=20g reiner Alkohol pro Tag bei Frauen und 30g pro Tag bei Männern). |
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Ca. 5% der Altersgruppe der 18 - 59jährigen geht mißbräuchlich mit Alkohol um. |
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Etwa 3% der Wohnbevölkerung ist abhängig. |
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Ca. 10% der Bevölkerung lebt abstinent. |
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Abhängiger Konsum |
1,5 Mio. - ca. 3% |
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Mißbräuchlicher Konsum |
2,4 Mio. - ca. 5% |
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Riskanter Konsum |
7,8 Mio. - ca. 16% |
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Bevölkerung: 48,5 Mio. Erhebungsbasis: Altersgruppe zw. 18 und 59 Jahren |
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¹ aus: Repräsentativerhebung zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland 1997, Bauernfeind/Kraus, 1998
(Quelle: Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren)
| Getränk | Alkoholgehalt
In Vol % |
Volumen | Gramm |
| Bier |
ca. 5 Vol % |
0,5 l |
20 gr. |
| Wein |
ca. 10-13 Vol % |
0,1 l |
10-13 gr. |
| Sekt |
ca. 12 Vol % |
0.1 l |
10 gr. |
| Likör |
30 Vol % |
0.05 l |
11 gr. |
| Korn |
32 Vol % |
0.04 l |
10 gr. |
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Wodka,Gin, Rum |
40 Vol % |
0.02 l |
7 gr. |
| Obstbrände |
45 Vol % |
0.02 l |
8 gr. |
Legt man sogenannte Standardgläser zugrunde, dann gilt: eine Trinkeinheit entspricht 7 - 10 g Alkohol
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60 g Alkohol, von Männern täglich getrunken, schädigen die Leber |
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40 g Alkohol täglich stellen eine Gesundheits- gefährdung dar, vor allem fürs Gehirn |
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20 g Alkohol von Frauen täglich getrunken führen zu Leberschädigungen |
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70 g Alkohol täglich getrunken verdoppeln bei Männern das Risiko eine Leberzirrhose zu bekommen. Bei Frauen verhundertfachen sie dieses Risiko |
| 5 - 10 % des Alkohols verlassen den Körper durch die Atemluft, der Rest wird durch die Leber verarbeitet. In einer Stunde können ungefähr 7 g Alkohol abgebaut werden | |
| Circa 0,15 Alkohol werden pro Stunde aus dem Blut ausgeschieden | |
| Bei 1,5 dauert der Abbau also 10 Stunden | |
| Beim Abbau von großen Mengen Alkohol treten oft Schwitzen und Händezittern auf |
Alkoholmißbrauch wird angenommen:
| Bei gegenüber der soziokulturellen Norm erhöhtem Konsum | |
| Bei Konsum zu unpassender Gelegenheit, z.B. bei der Arbeit und im Straßenverkehr | |
| Bei sichtbaren Veränderungen der psychischen und physischen Funktionen | |
| Bei gezieltem Trinken zum Abbau von Ängsten und Spannungen |
| Beeinträchtigung des Gedächtnisses | |
| Allgemeine Verlangsamung und Störung der Motorik | |
| Nachlassen von Urteils und Kritikfähigkeit | |
| Verlust des Gefühlserlebens mit Enthemmung, Rührseligkeit, Apathie bzw. zunehmender Gleichgültigkeit | |
| Störung der Informationsverarbeitungskapazität und der Merkfähigkeit | |
| Häufig auch Antriebsmangel |
| Appetitstörungen, anfangs trotzdem Gewichtszunahme, später deutlicher Gewichtsverlust bis hin zur Abmagerung | |
| Verdauungsbeschwerden, vor allem anhaltende Verstopfung oder wässriger Durchfall | |
| Übelkeit und Brechneigung vor allem morgens | |
| unausgeruht, müde nach meist unruhigem Schlaf | |
| unspezifisches Durstgefühl | |
| ausgeprägte Schweißneigung | |
| Stechen und Klopfen in der Herzgegend, Schwindel, Schwächezustände, Kreislaufstörungen | |
| Atemnot, chronisch Bronchitis | |
| Unklare Entzündungsneigung von Nase, Nebenhöhlen, Rachen, Luftröhre, Lunge, Magen-Darm-Schleimhaut, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Harnwege, Prostata | |
| Leichter Druck unter dem rechten Rippenbogen (Lebervergrößerung), vor allem bei gebückter Haltung | |
| Störungen von sexuellem Verlangen und Potenz | |
| Stechen, reißende Schmerzen an den Beinen, Mißempfindungen (Kribbeln, Taubheit) an den Armen und Beinen, brennende Fußsohlen, Schwäche in beiden Armen, vor allem in den Beinen | |
| Schwammiges und aufgedunsenes Gesicht mit Neigung zu Hautveränderungen, Trinkernase | |
| Augenbindehautentzündungen | |
| Zahnschäden | |
| Brustentwicklung und charakteristische weibliche Schambehaarung beim Mann | |
| Zunge oft braun weißlich belegt | |
| Gefäßerweiterung im Gesicht | |
| Zittern von geschlossenen Lidern, herausgestreckter Zunge, gespreizten Fingern | |
| Ab >0,3 gilt man in der Rechtsprechung als relativ fahruntüchtig und macht sich strafbar, wenn man einen Unfall verursacht | |
| Bei 0,8 ist das Risiko, einen tödlichen Unfall zu verursachen, viereinhalb mal größer als in nüchternem Zustand | |
| 1993 verloren bei Alkoholunfällen:
2 048 Personen ihr Leben 20 900 Personen wurden schwer verletzt 34 100 Personen wurden leicht verletzt |
| Bei etwa 15% der Kündigungen spielt Alkohol eine Rolle | |
| Verhaltensbedingtist eine Kündigung, wenn ... | |
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- trotz Verbots im Arbeitsvertrag oder in der Betriebsordnung während der Arbeit Alkohol konsumiert wurde |
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- ohne Verbot Alkohol konsumiert wurde, aber dadurch das Unfallrisiko erhöht oder fehlerhafte Arbeitsleistung erbracht wurde |
Der Kündigung muß eine Abmahnung voraus gegangen sein.
| Personenbedingt ist eine Kündigung, wenn Alkoholabhängigkeit vorliegt und ... | |
| der Arbeitnehmer eine Entwöhnungsbehandlung verweigert und die Prognose hinsichtlich der Abstinenz ungünstig ist |
Möglichkeiten, das Trinken zu reduzieren
| langsamer trinken | |
| kleinere Schlucke trinken | |
| das Glas nach jedem Schluck absetzen | |
| vor dem Trinken erst etwas anderes machen | |
| das gewohnte Getränk durch ein anderes ersetzen | |
| versuchen, genau zu schmecken | |
| kein Bier mit Spirituosen zusammen trinken | |
| Spirituosen immer verlängern | |
| keine Runden ausgeben, sich nicht an Runden beteiligen | |
| zwischendurch auch etwas Alkoholfreies trinken | |
| langsame Trinker als Modell nehmen. |